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Brasilien
— immerhin zwölftgrößte Wirtschaftsnation — ist ein Land der Gegensätze,
wie man sie sich krasser kaum vorstellen kann. Licht und Schatten, Armut
und Reichtum trennen eine kleine, reiche Oberschicht von Millionen
verelendeten Menschen. Der Traum von einem besseren Leben in der großen
Stadt endet für viele Menschen vom Land in einem der unzähligen Slums,
wo eine Generation heranwächst, die ohne Hilfe keine
Zukunftsperspektiven hat.
Wo die Schule zu den Kindern geht:
Zwischen den
Bretterhütten der Favelas, mitten unter den abgeschobenen und
vergessenen Menschen, starteten die Franziskaner vor ca. 35 Jahren ein
Schulprojekt für die Kinder der Armen. Die Schulen sind einfache
Ziegelbauten, die nicht nur für den Schulunterricht genutzt
werden, sondern auch für Gottesdienste, für Treffen der
verschiedenen Gemeindegruppen und für die Alphabetisierung von
Erwachsenen. Auch auf dem Land, wo unzählige Kinder in bitterster Armut
leben, haben die Franziskaner ihre Schulen eingerichtet.
Die Schulen arbeiten
nach der Pädagogik des brasilianischen Volkspädagogen Paulo Freire.
Ausgangspunkt ist die Lebenssituation der Kinder, ihre Erfahrungen und
ihr Wissen. Die Schüler lernen nicht nur lesen, schreiben und rechnen,
sie lernen auch ihre Situation zu erkennen, zu hinterfragen und zu
verändern. Jedes Kind erhält täglich eine Schulspeise. Für viele ist es
die einzige Mahlzeit am Tag und daher ein weiterer Grund, zur Schule zu
gehen, anstatt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten.
Das Schulprojekt wird
ausschließlich durch Spendengelder finanziert. Ohne diese Hilfe von
außen würde die Arbeit zusammenbrechen. Der brasilianische Staat hat
wenig Interesse daran, dass Arme Bildung erhalten, denn Analphabeten
sind leichter zu manipulieren, auszunutzen und zu missbrauchen.
Förderprogramme für gefährdete Kinder:
Den Schulen
angeschlossen sind Begegnungszentren, wo sich Kinder mit
Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen oder aus einem besonders
schwierigen sozialen Umfeld in der schulfreien Zeit treffen können. Hier
werden sie durch sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Bildungsangebote
gefördert: Lesen, Malen, Singen, Musizieren, Herstellen von Spielzeug
aus Abfällen stehen genauso auf dem Programm wie Puppentheater,
Volkstänze, Tonarbeiten, Stricken oder Kochen.
Kosten, an denen Sie sich beteiligen
können: Schulspeise pro
Klasse und Woche: 50 Euro Monatsgehalt einer Lehrerin: 300 Euro
Bitte, helfen Sie uns
mit Ihrer Spende!
Konto 5100, Volksbank Heliweg eG, BLZ 414601 16
Konto 34, Sparkasse Werl, BLZ 41451750
Geben Sie dabei bitte den von Ihnen gewünschten
Verwendungszweck an. Weitere Informationen können Sie anfordern bei:
Franziskaner-Mission
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44143 Dortmund Telefax 0231/176337—70
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